Dachdecker EFZ: Fachleute für Dächer, Wetterschutz und Gebäudehüllen

Dachdecker EFZ sichern Häuser mit technischer Sorgfalt und Materialkompetenz. Ihre Arbeit verbindet Konstruktion, Wetterschutz und Architektur.

Auf jedem Dach, jedem Gebäude sorgt der Dachdecker EFZ dafür, dass Konstruktion, Dichtigkeit und Ästhetik langfristig erhalten bleiben. Sie lehren sich Bau, Reparatur und Schutz von Dachflächen, Abdichtungen, Holzunterkonstruktionen und Abdichtungssystemen.

Berufsbild: Dachflächen, Abdichtung und Materialvielfalt



Im Beruf Dachdecker EFZ steht der Schutz von Gebäuden durch Dachkonstruktionen und Abdichtungen im Zentrum. Die Arbeit umfasst die Planung, Ausführung und Wartung von Dächern aller Art – vom Flachdach bis zur komplexen Eindeckung – und beinhaltet:

  • Montage von Dachkonstruktionen (Holz, Metall, Sparren)
  • Abdichtungen mit Bitumenbahnen, Folien oder Bahnverbindungssystemen
  • Eindecken mit Ziegeln, Schiefer, Metall oder Faserzement
  • Einbau und Wartung von Dachfenstern, Schneeschutzelementen, Wasserrinnen

Die Arbeit findet oft in luftiger Höhe statt, auf Dächern, Gerüsten oder Hebebühnen. Präzision, Sicherheit und räumliches Verständnis sind essenziell.


Tipp: Wetterfestigkeit ist entscheidend – Schutzkleidung, gute Schuhe und sichere Gerüstnutzung sind unverzichtbar.

Ausbildung: technisch und körperlich anspruchsvoll

Die dreijährige Ausbildung verbindet Praxis im Betrieb mit Schulunterricht und überbetrieblichen Kursen. Kerninhalte:

  • Dachaufbau und Konstruktionslehre
  • Materialkunde: Ziegel, Beton, Metall, Holz
  • Abdichtungssysteme und Entwässerungstechnik
  • Arbeitssicherheit, Absturz- und Wetterschutz

Wer sich für den Beruf interessiert, bringt handwerkliches Geschick, Gleichgewicht, Schwindelfreiheit und technisches Verständnis mit. Gute Leistungen in Mathematik und räumliches Vorstellungsvermögen sind von Vorteil.

Berufsalltag: variabel, draussen, teamorientiert


Pflanzendächer und Flachdachbegrünungen gehören in der Schweiz zur Ausbildung Dachdecker/in EFZ: Wurzelschutzlagen, Drainageschichten und Substrate aufbauen – die Begrünung selbst ist nicht Aufgabe der Dachdecker

Dachdeckerinnen und Dachdecker arbeiten auf wechselnden Baustellen – Neubau, Renovation, Sanierung oder Wartung.

Typische Aufgaben:

  • Aufbau oder Reparatur von Dachflächen
  • Ausrichten und Einpassen von Dachmaterialien
  • Abdichten von Anschlüssen, Durchdringungen und Entwässerungsstrecken
  • Einbau von Komponenten wie Schneefanggittern oder Solarsystemen

Zusammenarbeit mit Zimmerleuten, Spenglern und Planern ist üblich. Der Tagesablauf kann je nach Witterung variieren – extreme Wärme, Wind und Wetter beeinflussen die Planung.


Tipp: Bei starken Winden oder Räumarbeiten kann kurzfristige Planung nötig sein – Flexibilität ist wertvoll.

Karriere und Weiterentwicklung

Nach Abschluss eröffnen sich Weiterbildungen und Spezialisierungen.

Weiterbildungsoptionen:

  • Fachausweis Dachdecker mit eidg. Fachqualifikation
  • Techniker HF Baustoffe oder Gebäudetechnik
  • Berufsmaturität mit anschliessendem Studium in Architektur oder Bauingenieurwesen
  • Leitungsfunktionen, Projektleitung oder Fachberatung im Outdoorbereich

Spezialisierungen wie Solartechnik, Begrünung oder Denkmalpflege bieten spannende Nischenperspektiven.


Tipp: Schnupperlehren auf Baustellen und Dacharbeiten erhöhen das Verständnis für körperliche Anforderung und technische Abläufe.

Lohn und Beschäftigungsmarkt

Als Lernende verdienen Dachdeckerinnen und Dachdecker im Schnitt:

  • 1. Lehrjahr: ca. 700 bis 900 CHF/Monat
  • 2. Lehrjahr: ca. 1’000 bis 1’200 CHF/Monat
  • 3. Lehrjahr: ca. 1’300 bis 1’600 CHF/Monat

Nach Abschluss variiert der Einstiegslohn je nach Region und Betrieb: üblicherweise 4’800 bis 5’500 CHF/Monat. In Regionen mit Altbauten oder hoher Sanierungstätigkeit ist die Nachfrage besonders gross.

Fazit: Dachdecker EFZ – Handwerk hoch hinaus

Dachdeckerinnen und Dachdecker EFZ sind unverzichtbar für sichere, wetterfeste und langlebige Dachsysteme. Wer Freude an handwerklicher Arbeit, Höhen, Technik und Teamarbeit hat, findet in diesem Beruf eine stabile Grundlage mit vielfältigen Entwicklungswegen und regional hoher Nachfrage.

 

Quelle: handwerker24.ch-Redaktion
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