Carrosserielackierer EFZ: Grundlage für glänzende Fahrzeuge in der Schweiz

Die Lehre zum Carrosserielackierer EFZ vermittelt handwerkliche Präzision, Farbsicherheit und Kreativität über vier Jahre. Der Beruf verbindet Technik, Ästhetik und Umweltbewusstsein in einem anspruchsvollen Alltag.

Die Ausbildung bereitet auf die Wiederherstellung und Neugestaltung von Fahrzeugoberflächen vor. Sie vermittelt technisches Know‑how und gestalterische Kompetenz, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist.

Ausbildungsstruktur und -umfang



Die vierjährige Grundbildung erfolgt dual: Ein Tag pro Woche an der Berufsfachschule, vier Tage im Ausbildungsbetrieb und 48 überbetriebliche Kurstage ermöglichen ein ausgewogenes Verhältnis von Theorie und Praxis. Dabei werden unter anderem Spritztechniken, Beschichtungsschichten, Farbtonfindung, Spachtelarbeiten, Oberflächenvorbereitung und Sicherheitsvorschriften vermittelt.

Anforderungen und Tätigkeitsprofil

Carrosserielackiererinnen und -lackierer müssen feines Farbempfinden, handwerkliches Geschick und Kreativität vereinen. Zu den Tätigkeiten zählen das Schleifen, Grundieren, Farbmischen und Auftragen von unterschiedlichsten Lackschichten auf Metalle und Kunststoffe, ebenso wie Zierarbeiten wie Logos oder Beschriftungen.

Lohn und Perspektiven während der Lehre


Tipp: Frühzeitige Schnupperlehren ermöglichen einen realistischen Einblick und erhöhen die Chancen auf einen Lehrplatz im angestrebten Betrieb.

Während der Lehre variieren die Löhne je nach Lehrjahr zwischen circa 700 CHF und 1’500 CHF pro Monat. Nach Abschluss liegt das durchschnittliche Einkommen bei etwa 4’500 bis 5’500 CHF brutto – abhängig von Region, Qualifikation und Erfahrung.



Weiterbildungsmöglichkeiten nach EFZ-Abschluss

Nach dem Lehrabschluss stehen unterschiedliche Wege offen:

  • Berufsprüfung mit eidg. Fachausweis – etwa als Carrosseriewerkstattleiter oder Fahrzeugrestaurator
  • Höhere Fachprüfung – zum Beispiel als Betriebsleiter Carrosserie
  • Weiterbildung an Höheren Fachschulen oder Fachhochschulen, zum Beispiel im Bereich Fahrzeug- und Automobiltechnik

Diese Weiterbildungswege werden vielfältig durch Fachverbände, Berufsfachschulen oder die Carrosserie Suisse unterstützt.

Arbeitsmarkt und Berufsaussichten

Der Bedarf an Fachkräften ist solide, insbesondere in kleinen und mittleren Carrosseriebetrieben. Der Beruf gilt als krisenfest und zukunftstauglich, da Schutz, Gestaltung und Instandhaltung von Fahrzeugen kontinuierlich gefragt sind.

Fazit: Handwerk mit Glanz und Zukunft

Carrosserielackierer EFZ vereinen technisches Feingefühl, gestalterische Kreativität und Umweltbewusstsein. Die Ausbildung ist strukturiert, praxisnah und eröffnet zahlreiche karrierefähige Perspektiven – vom Werkstattleiter über Restaurator bis zu hochschulischen Studiengängen.

  • Duallehre über vier Jahre: Betrieb, Schule und überbetriebliche Kurse
  • Hohes Qualitätsniveau bei Technik, Farbton und Gestaltung
  • Attraktive Weiterbildungswege mit eidg. Fachausweis und Studienoptionen
  • Arbeitsmarkt mit stabiler Nachfrage in Werkstätten

 

Quelle: handwerker24.ch‑Redaktion
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