Wartung & Service von PVT-Anlagen – was Betreiber wissen sollten
Photovoltaikanlagen gelten als zuverlässig, langlebig und vergleichsweise wartungsarm. Dennoch empfiehlt sich eine regelmässige Prüfung der wichtigsten Komponenten. Nur so lassen sich dauerhaft stabile Stromerträge sichern und technische Störungen rechtzeitig erkennen. Verschmutzungen, lose Verbindungen oder eine beeinträchtigte Wechselrichterfunktion können die Leistung unbemerkt reduzieren.
Wissenswertes und praxisnahe Hinweise, mit welchen Massnahmen eine PV-Anlage langfristig wirtschaftlich bleibt und ihre erwarteten Stromerträge erreicht, präsentiert handwerker24.ch in Kooperation mit der PVT Schweiz GmbH.
Warum Photovoltaikanlagen regelmässig überprüft werden sollten
Photovoltaikanlagen arbeiten ohne komplexe Mechanik und gelten deshalb als robust. Gleichzeitig sind sie dauerhaft Witterungseinflüssen ausgesetzt: Regen, Schnee, Hagel, Temperaturschwankungen und UV-Strahlung wirken auf Module, Unterkonstruktion und Verkabelung ein. Auch hochwertige Komponenten mit einer Lebensdauer von 25 Jahren und mehr bleiben davon nicht vollständig unbeeinflusst.
Leistungsabweichungen sind zudem nicht immer sofort ersichtlich. Ein defekter String, eine Verschattung oder ein Problem am Wechselrichter kann den Gesamtertrag deutlich mindern, ohne dass dies unmittelbar auffällt. Eine regelmässige technische Kontrolle in Verbindung mit der Analyse der Ertragsdaten schafft Transparenz über den tatsächlichen Anlagenzustand und verhindert unbemerkte Einbussen.
Welche Komponenten im Fokus stehen
Bei der Wartung einer Photovoltaikanlage stehen drei Bereiche im Mittelpunkt:
- Solarmodule: Eine Sichtprüfung genügt häufig, um Glasbrüche, Delaminationen oder starke Verschmutzungen zu erkennen. Auch neue Verschattungen durch gewachsene Bäume oder bauliche Veränderungen sollten berücksichtigt werden.
- Verkabelung und Anschlüsse: Steckverbindungen, Kabelkanäle und Dachdurchführungen sind auf festen Sitz und Beschädigungen zu prüfen. Witterungseinflüsse oder Tiere können hier im Laufe der Zeit zu Beeinträchtigungen führen.
- Wechselrichter: Als zentrales Element der Anlage wandelt er den erzeugten Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Fehlermeldungen, ungewöhnliche Geräusche oder auffällige Temperaturentwicklungen sollten ernst genommen werden. Moderne Geräte liefern über Monitoring-Systeme detaillierte Leistungsdaten und ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung.
Reinigung und Monitoring – Leistung im Blick behalten
Nicht jede Verschmutzung wirkt sich unmittelbar auf den Ertrag aus. In vielen Fällen sorgt Regen für eine ausreichende Selbstreinigung. Abhängig vom Standort können sich jedoch Staub, Pollen, Laub, Vogelkot oder landwirtschaftliche Ablagerungen ansammeln und die Lichtdurchlässigkeit reduzieren. Besonders bei flach geneigten Dächern kann eine fachgerechte Reinigung sinnvoll sein. Unsachgemässe Methoden oder Hochdruckgeräte sollten vermieden werden, da sie die Moduloberfläche beschädigen können.
Von zentraler Bedeutung ist ein verlässliches Monitoring. Leistungsdaten zeigen, ob die Anlage im erwarteten Bereich arbeitet. Ein plötzlicher Leistungsabfall oder ein ausgefallener String lässt sich eindeutig identifizieren und gezielt beheben. Digitale Überwachungssysteme ermöglichen eine kontinuierliche Kontrolle ohne täglichen Aufwand.
Typische Fehlerquellen im laufenden Betrieb
Auch bei fachgerechter Installation können im Laufe der Jahre kleinere Störungen auftreten. Häufige Ursachen sind gelockerte Steckverbindungen, gealterte Dichtungen oder beschädigte Kabelisolierungen. In einzelnen Fällen können Überspannungen durch Gewitter oder Netzschwankungen Komponenten beeinträchtigen.
Darüber hinaus kann sich die Leistung einzelner Module im Zeitverlauf geringfügig verändern. Materialermüdung oder produktionsbedingte Unterschiede führen selten zu Totalausfällen, können jedoch den Gesamtertrag beeinflussen. Eine systematische Überwachung stellt sicher, dass solche Veränderungen nachvollziehbar bleiben.
Realistische Wartungsintervalle
In der Praxis hat sich eine jährliche Sicht- und Funktionskontrolle bewährt. Dabei werden Module, Unterkonstruktion, Verkabelung sowie der Wechselrichter überprüft und die Ertragsdaten ausgewertet.
Nach aussergewöhnlichen Ereignissen wie starkem Hagel, Sturm oder baulichen Eingriffen am Gebäude empfiehlt sich zusätzlich eine ausserordentliche Kontrolle. Das kontinuierliche Monitoring ergänzt die periodische Vor-Ort-Prüfung und sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aufwand und Sicherheit.
Dokumentation und Transparenz im Anlagenbetrieb
Neben der technischen Kontrolle spielt auch eine saubere Dokumentation eine wichtige Rolle im langfristigen Betrieb einer Photovoltaikanlage. Wartungsprotokolle, Ertragsberichte und Serviceberichte schaffen Nachvollziehbarkeit und erleichtern spätere Bewertungen. Gerade bei Eigentümerwechseln oder im Falle von Garantie- und Versicherungsfragen sind lückenlose Unterlagen von Vorteil. Zudem ermöglicht eine systematische Datensammlung den Vergleich von Soll- und Ist-Werten über mehrere Jahre hinweg. So lassen sich Entwicklungen objektiv einordnen und Optimierungspotenziale erkennen.
Wirtschaftlicher Nutzen regelmässiger Kontrolle
Eine Photovoltaikanlage ist auf einen Betrieb über mehrere Jahrzehnte ausgelegt. Bereits geringe Leistungsabweichungen können sich über die Laufzeit finanziell bemerkbar machen. Eine strukturierte Wartung hilft, Störungen zeitnah zu beheben und ungeplante Reparaturen zu vermeiden.
Zudem schaffen regelmässige Kontrollen Transparenz über die tatsächliche Performance der Anlage. Betreiber erhalten verlässliche Daten zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit und können den langfristigen Ertrag realistisch einschätzen.
Leistungen der PVT Schweiz GmbH – alles aus einer Hand
Eine Photovoltaikanlage erreicht ihr volles Potenzial nur dann, wenn Planung, Installation und Betreuung sorgfältig aufeinander abgestimmt sind. Die PVT Schweiz GmbH versteht Photovoltaik nicht als isolierte Einzelmassnahme, sondern als Bestandteil eines durchdachten Energiekonzepts.
Bereits in der Projektphase analysiert das Unternehmen Dachfläche, Ausrichtung, statische Voraussetzungen und Verbrauchsprofil. Mithilfe professioneller Simulationen entstehen realistische Ertragsprognosen und eine präzise Dimensionierung der Anlage. Die Installation erfolgt durch qualifizierte Fachkräfte unter Berücksichtigung geltender Normen und Sicherheitsstandards.
Auch im laufenden Betrieb bietet die PVT Schweiz GmbH umfassende Unterstützung. Dazu zählen Monitoringlösungen zur transparenten Leistungsüberwachung ebenso wie Service- und Wartungsangebote. Anlagenzustand und Ertragsentwicklung werden nachvollziehbar dokumentiert, technische Auffälligkeiten systematisch geprüft.
Darüber hinaus begleitet das Unternehmen Erweiterungen, Nachrüstungen oder die Integration von Speichersystemen. Bestehende Anlagen lassen sich optimieren und an veränderte Bedürfnisse anpassen.
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