Kranarbeiten planen: So gelingt der Einsatz auf der Baustelle

Wenn eine Maschine auf engem Raum versetzt, ein schwer zugänglicher Einsatzort erreicht oder ein Hausdach angehoben werden muss, kann ein Mobilkran helfen. Damit der Einsatz reibungslos klappt, sollten Last, Zufahrt und Aufstellplatz frühzeitig geprüft werden.

Wissenswertes und Tipps dazu, was bei der Planung zu beachten ist und wie Sie den Einsatzort vorbereiten, präsentiert handwerker24.ch in Kooperation mit der A. Rüdisühli AG.



Wann ist ein Kran die passende Lösung?

Ein Kran ist sinnvoll, wenn sich eine Last nicht sicher oder mit vertretbarem Aufwand von Hand und mit den vorhandenen Geräten bewegen lässt. Das gilt etwa beim Einheben von Bauteilen, beim Versetzen schwerer Maschinenteile, bei Montagearbeiten in einer Halle oder wenn Material über ein Hindernis gehoben werden muss. Auch ein Silo lässt sich so an einen anderen Standort bringen.

Welcher Kran passt, hängt vom Gewicht und den Abmessungen der Last sowie von der benötigten Hubhöhe und Reichweite ab. Auch Zufahrt, Platzverhältnisse und Untergrund beeinflussen die Wahl. Dabei zählt nicht nur, wie weit der Kran auslegen muss: Je nach Position der Last kann sich auch die mögliche Tragfähigkeit verändern. Deshalb sollte der Anbieter möglichst genau wissen, wo der Kran stehen kann und an welcher Stelle er die Last aufnehmen und absetzen soll.

Hilfreiche Angaben für die Planung der Arbeiten

Damit der Krananbieter den Einsatz einschätzen kann, sollten Sie vorab einige Informationen zusammentragen:

  • Was soll gehoben werden? Nennen Sie Art, Abmessungen und möglichst das genaue Gewicht.
  • Wo befindet sich die Last, und an welchem Ort soll sie abgesetzt werden?
  • Welche Höhe und Reichweite sind voraussichtlich nötig?
  • Wie sind Zufahrt und Aufstellplatz beschaffen?
  • Gibt es Hindernisse wie Gebäude, Bäume, Leitungen oder enge Durchfahrten?
  • Wann soll der Einsatz stattfinden?

Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln können offene Fragen zur Zufahrt und zum Ablageort klären.



Zufahrt und Aufstellplatz kontrollieren

Prüfen Sie, ob das Kranfahrzeug den Einsatzort erreichen kann. Achten Sie auf schmale Zufahrten, Tore, Kurven, Äste und parkierte Fahrzeuge. Bleibt am geplanten Standort genug Platz zum Aufstellen?

Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Informieren Sie den Anbieter, wenn der Platz abschüssig, weich oder frisch aufgefüllt ist. Ob er für den Einsatz genügt, müssen die Fachpersonen vor Ort beurteilen. Erwähnen Sie auch, wenn sich unter der Fläche beispielsweise ein Keller, eine Tiefgarage oder ein Schacht befindet. Solche Informationen helfen, den Standort einzuschätzen.

Sorgen Sie dafür, dass der Ablagebereich frei ist. Stimmen Sie die gewünschte Position bei einem Bauteil möglichst genau mit den Handwerkern ab. So kann die Last dort abgesetzt werden, wo sie gebraucht wird.

Abstimmung mit anderen Arbeiten

Ein Kranhub ist oft Teil eines grösseren Arbeitsablaufs. Klären Sie deshalb, wann das Material angeliefert wird, wer es entgegennimmt und ob der Ablageort zum vereinbarten Zeitpunkt bereit ist. Sind mehrere Gewerke beteiligt, informieren Sie alle rechtzeitig über Termin und Ablauf.

Bei einer Dachsanierung sollte das Material beispielsweise erst eintreffen, wenn die Zufahrt frei und der Ablagebereich vorbereitet ist. Bei einer Maschinenmontage müssen die zuständigen Fachpersonen vor Ort sein, um das Gerät nach dem Heben weiterzuverarbeiten oder anzuschliessen.

Besprechen Sie bei der Auftragserteilung, welche Vorbereitungen Sie selbst übernehmen und welche Angaben der Anbieter noch benötigt. Fragen Sie auch, wen Sie bei Änderungen am Termin oder an der Baustellensituation informieren sollen. Planen Sie genügend Zeit für die vorbereitenden Arbeiten ein: Ist die Baustelle noch nicht bereit, kann der Hub möglicherweise nicht wie vorgesehen starten.



Vorbereitung des Hubs

Klären Sie, wie die Last angeschlagen werden kann und ob sie beim Heben stabil bleibt. Bei Maschinen und Bauteilen helfen Herstellerangaben, geeignete Anschlagpunkte und den Schwerpunkt zu bestimmen. Ist dieser unklar oder enthält die Last empfindliche Teile, informieren Sie den Krananbieter.

Überlegen Sie ausserdem, welchen Weg die Last beim Heben nimmt. Türen, Vordächer, Gerüste oder andere Hindernisse können die Bewegung einschränken. Teilen Sie dem Anbieter mit, wenn die Last gedreht oder über einen bestimmten Bereich geführt werden muss. So kann er den Ablauf besser beurteilen und mit den beteiligten Personen abstimmen. Ändert sich vor dem Termin etwas an der Last, ihrer Position oder dem geplanten Ablageort, melden Sie das möglichst früh.

Arbeitsbereich freihalten

Vor dem Hub sollten unbeteiligte Personen den Arbeitsbereich verlassen. Halten Sie Zufahrten und den vorgesehenen Aufstellplatz frei und befolgen Sie die Anweisungen des Kranpersonals. Greifen Sie nicht eigenständig in den Hubablauf ein; die konkreten Sicherheitsmassnahmen richten sich nach dem Einsatzort und den beteiligten Fachpersonen.

Achten Sie darauf, dass sich während des Hebevorgangs niemand unter der Last aufhält. Legen Sie vorab fest, wer vor Ort Ansprechperson ist und Rückfragen mit dem Kranpersonal klärt. Bei ungünstigen Bedingungen oder unerwarteten Hindernissen sollte das Personal den Ablauf neu beurteilen, bevor der Hub fortgesetzt wird.




Ihr Partner für Kranarbeiten: Leistungen der A. Rüdisühli AG

Die A. Rüdisühli AG bietet Kranarbeiten für Bau, Industrie und Landwirtschaft an. Dazu zählen Hebe- und Montagearbeiten sowie Einsätze auf engem Raum. Für die Arbeit stehen Mobilkrane mit 30 und 50 Tonnen bereit.

Ergänzend übernimmt das Unternehmen Baggerarbeiten, darunter Spezialbaggerungen, Umgebungsarbeiten, Abbruch, Rodung und Tiefbau. Der Maschinenbetrieb richtet sich vor allem an landwirtschaftliche Betriebe und umfasst etwa Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und Ernte.

Es ist sinnvoll, die Aufgabe, den Einsatzort und den gewünschten Termin früh zu schildern. So lässt sich klären, welche Leistung und welche Maschinen für das Vorhaben infrage kommen.

 

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