Forschung

Tag des Denkmals auf Burg Ehrenberg: Hoher Stock nach Sanierung neu eröffnet

Rund 250 Gäste feierten bei strahlendem Sonnenschein die Eröffnung des sanierten „Hohen Stocks“ – ein weiterer Meilenstein in der Erhaltung und Erforschung der Burgruine Ehrenberg.

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Burgen und Stadtmauern sichern: Historisches Mauerwerk erhalten und Besucher schützen

Burgen, Wehrtürme und Stadtmauern wirken beständig, doch offene Mauerkrone, gelockerte Fugen und eindringendes Wasser machen historische Befestigungen empfindlich. Ihre Sicherung verlangt deshalb mehr als einzelne Reparaturen. Denkmalpflege, Tragwerksplanung, Archäologie, Natur- und Besucherschutz müssen gemeinsam festlegen, welche Eingriffe erforderlich sind und wie möglichst viel Originalsubstanz erhalten bleibt. Eine zusätzliche Herausforderung entsteht, sobald eine Anlage öffentlich zugänglich ist. Treppen, Wehrgänge und Aussichtspunkte sollen Geschichte unmittelbar erlebbar machen, zugleich dürfen lose Steine, Absturzkanten und überlastete Bauteile niemanden gefährden. Gute Projekte verbinden bauliche Sicherung, verständliche Besucherführung und einen dauerhaft finanzierten Unterhalt.

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Historische Farbfassungen entdecken: Was restauratorische Untersuchungen verraten

Unter einem scheinbar unspektakulären weissen Anstrich können Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte Gestaltungsgeschichte verborgen liegen. Restauratorische Untersuchungen machen solche historischen Farbfassungen wieder lesbar. Kleine Sondierungen, Treppenschnitte, mikroskopische Querschliffe und gezielte Materialanalysen zeigen, welche Farben, Putze, Lasuren oder dekorativen Techniken früher vorhanden waren. Ziel ist dabei nicht, möglichst rasch die älteste Schicht freizulegen, sondern die verschiedenen Gestaltungsphasen eines Gebäudes zu verstehen und ihre Bedeutung für eine kommende Restaurierung einzuordnen. Farbbefunde können bisher unbekannte Umbauten sichtbar machen, historische Fotografien bestätigen oder vermeintlich sichere Annahmen korrigieren. Besonders vor Renovationen sind solche Erkenntnisse wertvoll: Wird eine Wand abgeschliffen, ein Türblatt abgelaugt oder alter Putz entfernt, können unwiederbringliche Informationen verschwinden. Eine restauratorische Voruntersuchung schafft deshalb die Grundlage für Entscheidungen darüber, welche Schichten erhalten, konserviert, überfasst, rekonstruiert oder bewusst sichtbar gemacht werden.

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Innovatives Photovoltaik-System liefert bis zu 56 Prozent mehr Ertrag als starre Anlagen

Forschende der Technischen Universität Graz haben mit "FLAPTrack" ein neuartiges Photovoltaik-System entwickelt, das höhere Stromerträge mit einem automatischen Schutz vor Sturm, Hagel und Schnee verbindet. Die Anlage richtet ihre Solarmodule kontinuierlich nach dem Stand der Sonne aus und faltet sie bei Unwetter oder während der Nacht automatisch zusammen. Kernstück der Entwicklung ist ein patentierter linearer Aktuator, der sowohl die Ausrichtung der Module zur Sonne als auch den Faltmechanismus übernimmt. Durch diese Doppelfunktion sollen Installations- und Betriebskosten sinken und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Anlage verbessert werden. Eine Demonstrationsanlage mit einer Leistung von 1,8 kWp ist bereits auf dem Campus der Technischen Universität Graz in Betrieb.

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Lignin ersetzt Schwermetalle: Neues Verfahren macht Bauholz widerstandsfähiger

Sune Tjalfe Thomsen und Emil Thybring von der Universität Kopenhagen nutzen Lignin und Alkohol anstatt giftiger Schwermetalle zur Imprägnierung von Holz. Das Lignin lösen sie in Alkohol auf. Es entsteht eine Flüssigkeit, die das Holzbindemittel in hoher Konzentration enthält. Die Moleküle sind allerdings so klein, dass sie mühelos in Bauholz eindringen können. Einziger Nachteil: Das Holz verfärbt sich braun. Die heutige Holzschutzimprägnierung verpasst dem Material eine grüne Farbe. „Hyperlignifizierung“ heisst das Verfahren, weil es den Ligningehalt des Holzes auf die Spitze treibt. Damit wird der Zellstoff, der ein begehrtes Nahrungsmittel ist, vollständig eingeschlossen. „Andere haben bereits früher mit Lignin als Holzschutzmittel experimentiert, allerdings mit relativ verdünnten Lösungen. Das war erfolglos. Wir arbeiten dagegen mit viel höheren Konzentrationen, die das Holz wirklich sättigen und es vor Pilzbefall, Fäulnis, eindringendem Wasser und anderen Feinden schützen“, sagt Thybring.

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