Haus

Backstein, Kalksandstein oder Porenbeton: Welches Mauerwerk passt zum Bauprojekt?

Backstein, Kalksandstein und Porenbeton können tragende und nicht tragende Wände bilden, setzen ihre Stärken aber an unterschiedlichen Stellen ein. Backstein ermöglicht ausgewogene und vielseitige Wandaufbauten, Kalksandstein verbindet hohe Masse mit Tragfähigkeit und Schallschutz, Porenbeton bietet geringes Gewicht und eine gute Wärmedämmung. Die richtige Wahl entsteht deshalb aus der Aufgabe der Wand und nicht aus einem pauschalen Materialurteil. Für Aussenwand, Wohnungstrennwand, Keller oder Innenausbau gelten andere Prioritäten. Statik, Wärme, Schall, Feuchte, Brand, Befestigung und Bauablauf müssen gemeinsam betrachtet werden. Auch innerhalb einer Steinfamilie unterscheiden sich Rohdichte, Festigkeit, Lochbild, Geometrie und Zulassung deutlich. Verbindlich sind immer die Fachplanung, die Schweizer Normen und der dokumentierte Systemaufbau.

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OLMA 2026 in St.Gallen: Tiere, Technik und Genuss mit Gastkanton Schwyz und Brauchtum

Rinder in der Arena, regionale Spezialitäten, Landtechnik und gelebtes Brauchtum: Die OLMA bringt Landwirtschaft, Ernährung und gesellschaftliche Themen mitten nach St.Gallen. Was 1943 als Leistungsschau in einer schwierigen Zeit begann, hat sich zu einer der bedeutendsten Publikumsmessen der Schweiz entwickelt. Die elftägige Herbstmesse verbindet Fachwissen mit Unterhaltung und direkte Begegnungen mit wirtschaftlichem Austausch. Bauernfamilien, Lebensmittelproduzenten, Verbände, Unternehmen und Kantone präsentieren ihre Arbeit einem breiten Publikum. Die nächste Ausgabe findet vom 8. bis 18. Oktober 2026 statt. Gastkanton der 83. OLMA ist Schwyz.

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Balkone nachträglich anbauen: Konstruktionen, Anschlüsse und Planungsschritte

Ein nachträglich angebauter Balkon erweitert eine Wohnung um einen geschützten Aussenbereich und verändert zugleich Tragwerk, Fassade und Erscheinungsbild des Gebäudes. Damit aus der gewünschten Zusatzfläche kein konstruktives oder bauphysikalisches Problem entsteht, müssen Lastabtragung, Fundamente, Fassadenanschlüsse, Balkontüren, Entwässerung und Absturzsicherung zusammen geplant werden. Die passende Lösung hängt wesentlich vom Bestand und vom verfügbaren Raum vor der Fassade ab. Ein Balkonanbau ist deshalb kein isolierter Metallbauauftrag. Architektur, Bauingenieurwesen, Gebäudehülle, Brandschutz und Bewilligungsverfahren greifen unmittelbar ineinander. Besonders bei Mehrfamilienhäusern kommen die Interessen der Eigentümerschaft, bestehende Mietverhältnisse und ein Bauablauf bei bewohntem Gebäude hinzu.

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Bauen & Modernisieren 2026: Vier Tage frischer Ideen für das Eigenheim in Zürich

Vom 17. bis 20. September 2026 wird die Messe Zürich zum Treffpunkt für Eigenheimbesitzer, Bauherren und Fachleute: Die 55. Bauen & Modernisieren präsentiert aktuelle Lösungen rund um Bauen, Sanieren, Wohnen und Energie. Während vier Messetagen zeigen rund 140 Aussteller ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen. Ergänzt wird die Ausstellung durch etwa 40 Fachvorträge und mehrere thematische Foren.

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Metallbau rund ums Haus: Geländer, Treppen und Vordächer nach Mass

Geländer sichern Balkone und Treppen, Vordächer schützen Eingänge, Aussentreppen erschliessen unterschiedliche Ebenen. Damit solche Metallbauteile dauerhaft funktionieren, müssen Gestaltung, Tragwerk, Korrosionsschutz und Anschlüsse zusammenpassen. Die Planung beginnt deshalb beim Gebäude und seiner Nutzung: Ein Geländer vor einer Familienwohnung stellt andere Anforderungen als eine Absturzsicherung in einem selten betretenen Bereich. Massgefertigte Lösungen lassen sich auf bestehende Fassaden, schwierige Grundstücke und individuelle architektonische Vorstellungen abstimmen. Entscheidend sind eine fachgerechte Bemessung, geeignete Werkstoffe und eine Montage, bei der Feuchtigkeit, Wärmebrücken und die Beschaffenheit des Untergrunds berücksichtigt werden. Auch der spätere Unterhalt gehört bereits in die Planung.

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Smart Home ohne Technikfrust: Geräte, Standards und zentrale Steuerung

Ein Smart Home muss weder mit einem Technikraum voller Zentralen beginnen noch den gesamten Haushalt automatisieren. Für den Einstieg genügt ein klarer Anwendungsfall: Licht zeitabhängig schalten, die Raumtemperatur besser regeln oder bei einem offenen Fenster eine Meldung auslösen. Entscheidend ist, Geräte nicht isoliert zu kaufen, sondern ihre Funktechnik, Steuerungsplattform, Updateversorgung und Bedienbarkeit zusammen zu betrachten. Die technische Vielfalt bleibt anspruchsvoll: Matter, Thread, WLAN, Zigbee, Z-Wave und Bluetooth erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Hinzu kommen Hersteller-Apps, Sprachassistenten, Bridges und lokale Steuerzentralen. Wer diese Ebenen trennt, erkennt schneller, welche Komponenten tatsächlich gebraucht werden. Ein schrittweiser Aufbau mit manuellen Rückfallebenen schützt vor Fehlkäufen und hält das Zuhause auch bei einer Internetstörung bedienbar.

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Dezibelangaben auf Geräten: Wie laut Maschinen tatsächlich sind

Eine Zahl wie 85, 96 oder 105 dB auf einem Gerät wirkt eindeutig. Trotzdem lässt sich daraus nicht immer direkt ablesen, wie laut die Maschine am Ohr einer Person ist. Auf Typenschildern und in technischen Daten stehen unterschiedliche akustische Kennwerte. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Schallleistungspegel und Schalldruckpegel. Wie hoch die tatsächliche Belastung ausfällt, hängt zudem von Abstand, Betriebszustand, Einsatzdauer und Umgebung ab. Eine Maschine kann im Freien deutlich weniger laut am Ohr ankommen als in einer kleinen Werkstatt mit harten Wänden. Wer Geräte vergleicht oder über Gehörschutz entscheidet, muss deshalb die Buchstaben neben der Dezibelzahl ebenso beachten wie den Zahlenwert.

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Altersgerechtes Wohnen vorbereiten: Komfort verbessern, bevor Einschränkungen entstehen

Altersgerechtes Wohnen beginnt idealerweise nicht erst dann, wenn Treppen, Schwellen oder eine Badewanne zum konkreten Hindernis werden. Viele Anpassungen erhöhen bereits heute den Wohnkomfort: gut beleuchtete Wege, leichtgängige Türen, eine bodenebene Dusche, ausreichend Bewegungsfläche und bequem erreichbarer Stauraum sind für viele Lebensphasen praktisch. Wer bei Renovationen und Neuanschaffungen früh auf Anpassbarkeit achtet, kann spätere Eingriffe vereinfachen und die Möglichkeit erhalten, länger selbständig im vertrauten Zuhause zu leben. Dabei muss eine Wohnung keineswegs wie eine Pflegeeinrichtung aussehen. Zukunftsfähige Lösungen bleiben häufig nahezu unsichtbar. Entscheidend sind Grundriss, Zugänglichkeit und die Frage, welche Bereiche bei veränderter Mobilität ohne grossen Umbau angepasst werden können. Das Bundesamt für Wohnungswesen nennt für hindernisfreies Wohnen drei grundlegende Prinzipien: Stufen vermeiden, ausreichende Durchgangsbreiten schaffen und genügend Bewegungsflächen vorsehen. Diese Punkte lassen sich bei vielen ohnehin geplanten Renovationen früh berücksichtigen.

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Kleine Reparaturen im Haushalt: Dübel, Scharniere und Dichtungen instand setzen

Ein lockeres Scharnier, ein tropfender Wasserhahn oder ein Dübel, der sich in der Wand dreht, lässt sich oft mit überschaubarem Aufwand reparieren. Entscheidend ist weniger handwerkliche Kraft als eine saubere Diagnose. Wer Material, Befestigungsart und Schadensursache richtig erkennt, verhindert, dass aus einer kleinen Störung ein beschädigtes Möbel, eine undichte Leitung oder eine unsichere Wandbefestigung wird. Ebenso wichtig ist die Grenze zwischen sinnvoller Eigenleistung und einer Aufgabe für Fachleute. Arbeiten an elektrischen Installationen, Gasleitungen, tragenden Bauteilen und verdeckten Wasserleitungen gehören nicht in ein improvisiertes Heimwerkerprojekt. In Mietwohnungen muss zusätzlich geklärt werden, ob die Reparatur zum kleinen Unterhalt zählt oder Sache der Vermieterschaft ist.

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Alte Bauernhäuser lesen lernen: Konstruktion, Raumordnung & regionale Merkmale erkennen

Ein altes Bauernhaus erzählt seine Geschichte nicht nur über Jahreszahlen, Inschriften oder dekorative Details. Tragwerk, Dachform, Raumfolge, Fenster, Materialien und selbst unscheinbare Niveauunterschiede zeigen, wie Menschen dort wohnten und arbeiteten. Wer solche Gebäude verstehen will, sollte deshalb zuerst beobachten, wie Konstruktion und Nutzung zusammengehören – und erst danach einzelne Bauteile einer Epoche oder einem regionalen Haustyp zuordnen. Die Vielfalt ländlicher Architektur in der Schweiz ist gross. Das Freilichtmuseum Ballenberg dokumentiert über 100 ländliche Bauten aus verschiedenen Regionen; die wissenschaftliche Reihe „Die Bauernhäuser der Schweiz“ wurde 2019 nach insgesamt 39 Publikationen abgeschlossen. Sie zeigt, dass Bauernhäuser keine einheitliche Architektur bilden, sondern aus Klima, Landwirtschaft, verfügbaren Materialien, Besitzverhältnissen und handwerklichen Traditionen entstanden sind. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

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Umbauen im bewohnten Haus: Bauetappen, Staubschutz und sichere Provisorien planen

Ein Umbau im bewohnten Haus stellt andere Anforderungen als eine Baustelle ohne Bewohner. Küche, Bad, Verkehrswege und technische Installationen werden gleichzeitig gebraucht und verändert. Handwerker benötigen Platz, Material muss transportiert werden und staubintensive Arbeiten dürfen den verbliebenen Wohnbereich möglichst wenig beeinträchtigen. Damit der Alltag trotzdem funktioniert, müssen Bauablauf und Wohnorganisation von Anfang an gemeinsam geplant werden. Besonders wichtig sind klar getrennte Bauetappen, wirksame Staubabschottungen und Provisorien, die tatsächlich über mehrere Tage oder Wochen funktionieren. Eine improvisierte Kochplatte, eine lose Folie vor der Tür oder ständig wechselnde Zugangswege reichen bei längeren Umbauten meist nicht aus. Gute Planung definiert deshalb vor Baubeginn, welche Räume wann ausfallen, welche Funktionen erhalten bleiben und wie Baustelle und Wohnbereich sicher voneinander getrennt werden.

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Bauen bei Hangdruck und Grundwasser: Abdichtungskonzepte verständlich erklärt

Wer an einem Hang oder in grundwassernahen Bereichen baut, muss Wasser als dauerhafte Einwirkung auf das Gebäude verstehen. Erdberührte Wände und Bodenplatten können zeitweise oder ständig durch Bodenfeuchte, Hangwasser oder Grundwasser beansprucht werden. Dazu kommt der seitliche Erddruck des Hangs. Ein dauerhaft trockenes Untergeschoss entsteht deshalb nicht durch eine einzelne Beschichtung, sondern durch ein abgestimmtes System aus Tragwerk, Abdichtung, Fugenplanung, Wasserführung und gegebenenfalls Auftriebssicherung. Welche Lösung erforderlich ist, entscheidet sich bereits vor dem Aushub. Baugrund, Durchlässigkeit der Bodenschichten, höchster zu erwartender Wasserstand und geplante Nutzung des Untergeschosses bestimmen das Abdichtungskonzept. Die seit 2024 geltende SIA 272 behandelt Abdichtungen und Entwässerungen von Bauten unter Terrain und im Untertagbau und bildet dafür eine zentrale Schweizer Planungsgrundlage.

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Natursteinfassaden restaurieren: Schäden erkennen, geeignete Verfahren wählen

Natursteinfassaden altern sichtbar. Kanten werden weicher, Oberflächen verändern ihre Farbe und einzelne Reparaturen erzählen von früheren Bauphasen. Solche Spuren gehören zur Geschichte eines Gebäudes. Handlungsbedarf entsteht dort, wo Wasser, Salze, Risse, ungeeignete Mörtel oder korrodierende Metallteile die Substanz gefährden. Eine fachgerechte Restaurierung beginnt deshalb nicht mit der Reinigung oder dem Austausch schadhafter Steine. Zuerst müssen Konstruktion, Gesteinsart und Schadensursache geklärt werden. Erst danach lässt sich entscheiden, ob Pflege, Fugensanierung, Festigung, Steinergänzung oder ein teilweiser Austausch sinnvoll ist. Bei geschützten Bauten kommt die Abstimmung mit der Denkmalpflege hinzu.

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Keller bauen oder darauf verzichten? Kosten, Nutzung und technische Anforderungen

Ein Keller schafft zusätzliche Fläche, nimmt Haustechnik auf und kann ein Gebäude langfristig flexibler machen. Gleichzeitig gehören Aushub, Betonbau, Abdichtung und Dämmung des Untergeschosses zu den kostenintensiven Teilen eines Neubaus. Ob sich ein Keller lohnt, lässt sich deshalb nicht mit einer einfachen Kostenpauschale beantworten. Grundstück, Grundwasser, Topografie, gewünschte Nutzung und die Qualität der Gebäudehülle bestimmen gemeinsam, welche Lösung sinnvoll ist. Der Entscheid sollte früh fallen. Ein später fehlender Keller lässt sich praktisch nicht nachrüsten, während ein schlecht geplanter Keller über Jahrzehnte Energie, Unterhalt und Sanierungskosten verursachen kann. Besonders wichtig ist die Frage, ob das Untergeschoss lediglich Lager- und Technikflächen aufnehmen oder dauerhaft als beheizter Aufenthaltsbereich genutzt werden soll. Davon hängen Raumhöhe, Tageslicht, Wärmeschutz, Lüftung und Feuchteschutz wesentlich ab.

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Solarstrom aus der Nachbarschaft boomt – bereits rund 1'800 Gemeinschaften

Strom vom Dach des Nachbarn statt ausschliesslich vom klassischen Energieversorger: Die Anfang 2026 eingeführten lokalen Elektrizitätsgemeinschaften haben in der Schweiz einen überraschend starken Start hingelegt. Laut einer ersten Hochrechnung von Swissolar existieren landesweit bereits rund 1'800 solcher Zusammenschlüsse. Das neue Modell erlaubt es Produzenten und Verbrauchern, lokal erzeugten erneuerbaren Strom innerhalb einer Gemeinschaft zu handeln. Vor allem für Besitzer von Photovoltaikanlagen eröffnet sich damit eine zusätzliche Möglichkeit, überschüssigen Solarstrom direkt in der näheren Umgebung abzusetzen.

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Die Gebäudehülle verstehen: So wirken Dach, Fassade, Fenster und Sockel zusammen

Die Gebäudehülle trennt beheizte Innenräume von Wind, Regen, Schnee, Hitze und Kälte. Ihre Qualität hängt jedoch nicht allein von Dämmstärken oder einzelnen Materialien ab. Entscheidend ist, ob Dach, Fassade, Fenster und Sockel als zusammenhängendes System funktionieren. Bereits eine kleine Unterbrechung an einem Anschluss kann Wasser eindringen lassen, Wärmeverluste erhöhen oder Feuchtigkeit in die Konstruktion transportieren. Besonders anspruchsvoll sind jene Stellen, an denen Bauteile, Materialien und Handwerksarbeiten aufeinandertreffen. Dachrand, Fensterbank, Fassadenanschluss und Gebäudesockel müssen Wasser ableiten, Luftströmungen begrenzen und die Wärmedämmung möglichst lückenlos fortführen. Eine gute Gebäudehülle entsteht deshalb weniger durch spektakuläre Einzelprodukte als durch sorgfältige Planung und kontrollierte Ausführung.

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Treppen als Gestaltungselement: Proportionen, Materialien und Raumwirkung richtig planen

Eine Treppe verbindet Geschosse, doch architektonisch kann sie weit mehr leisten. Sie lenkt Bewegungen, öffnet Blickachsen, trennt oder verbindet Wohnbereiche und prägt mit ihrer Form einen Raum oft stärker als ein einzelnes Möbelstück. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel aus Proportion, Konstruktion, Material, Licht und Detail. Gerade in offenen Grundrissen wird die Treppe zum festen Bestandteil der Innenarchitektur. Eine massive Betontreppe vermittelt Ruhe und Gewicht, filigrane Stahlkonstruktionen wirken leichter, Holz bringt Wärme in den Raum. Gute Gestaltung beginnt deshalb lange vor der Auswahl von Stufen und Geländer: Sie setzt bei Grundriss, Geschosshöhe, Laufweg und räumlicher Wirkung an.

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Stadt Luzern zwischen Postkartenidylle und Belastungsgrenze

Kapellbrücke, Vierwaldstättersee, Altstadt und Bergpanorama machen Luzern zu einer der bekanntesten Städte der Schweiz. Doch der Erfolg hat eine Kehrseite. Wohnraum ist knapp, Familien verlassen die Stadt, die Verkehrsachsen sind stark belastet und der Tourismus konzentriert sich auf wenige zentrale Orte. Gleichzeitig muss Luzern dichter werden, sich auf heissere Sommer vorbereiten und seine öffentlichen Räume zwischen Bevölkerung, Pendlern, Gästen, Gastronomie und Verkehr neu verteilen. Die grössten Probleme der Stadt entstehen damit teilweise aus genau dem, was Luzern so erfolgreich macht. Ende 2025 lebten 86'699 Menschen mit ständigem Wohnsitz in Luzern. Damit wuchs die Bevölkerung zum achten Mal in Folge. Gleichzeitig wurden 2025 mehr als 1,4 Millionen Hotelübernachtungen gezählt. Dazu kommen Tagesgäste, Ausflügler, Reisegruppen, Pendler und Besucher von Veranstaltungen. Für eine geografisch kompakte Stadt ist das eine enorme Nutzungsintensität.

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