Dezibelangaben auf Geräten: Wie laut Maschinen tatsächlich sind

Eine Zahl wie 85, 96 oder 105 dB auf einem Gerät wirkt eindeutig. Trotzdem lässt sich daraus nicht immer direkt ablesen, wie laut die Maschine am Ohr einer Person ist. Auf Typenschildern und in technischen Daten stehen unterschiedliche akustische Kennwerte. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Schallleistungspegel und Schalldruckpegel. Wie hoch die tatsächliche Belastung ausfällt, hängt zudem von Abstand, Betriebszustand, Einsatzdauer und Umgebung ab. Eine Maschine kann im Freien deutlich weniger laut am Ohr ankommen als in einer kleinen Werkstatt mit harten Wänden. Wer Geräte vergleicht oder über Gehörschutz entscheidet, muss deshalb die Buchstaben neben der Dezibelzahl ebenso beachten wie den Zahlenwert.

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Altersgerechtes Wohnen vorbereiten: Komfort verbessern, bevor Einschränkungen entstehen

Altersgerechtes Wohnen beginnt idealerweise nicht erst dann, wenn Treppen, Schwellen oder eine Badewanne zum konkreten Hindernis werden. Viele Anpassungen erhöhen bereits heute den Wohnkomfort: gut beleuchtete Wege, leichtgängige Türen, eine bodenebene Dusche, ausreichend Bewegungsfläche und bequem erreichbarer Stauraum sind für viele Lebensphasen praktisch. Wer bei Renovationen und Neuanschaffungen früh auf Anpassbarkeit achtet, kann spätere Eingriffe vereinfachen und die Möglichkeit erhalten, länger selbständig im vertrauten Zuhause zu leben. Dabei muss eine Wohnung keineswegs wie eine Pflegeeinrichtung aussehen. Zukunftsfähige Lösungen bleiben häufig nahezu unsichtbar. Entscheidend sind Grundriss, Zugänglichkeit und die Frage, welche Bereiche bei veränderter Mobilität ohne grossen Umbau angepasst werden können. Das Bundesamt für Wohnungswesen nennt für hindernisfreies Wohnen drei grundlegende Prinzipien: Stufen vermeiden, ausreichende Durchgangsbreiten schaffen und genügend Bewegungsflächen vorsehen. Diese Punkte lassen sich bei vielen ohnehin geplanten Renovationen früh berücksichtigen.

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Hörgesundheit im Alltag: Lärm erkennen und das Gehör wirksam schützen

Das Gehör arbeitet vom Aufstehen bis zum Einschlafen. Strassenverkehr, Kopfhörer, Küchengeräte, Werkzeuge und Veranstaltungen ergeben eine tägliche Schallbelastung, die leicht unterschätzt wird. Entscheidend ist die Kombination aus Lautstärke und Dauer: Je höher der Schallpegel, desto kürzer sollte die Belastung sein. Lärmbedingte Schäden entwickeln sich häufig schleichend und lassen sich in der Regel nicht rückgängig machen. Schutz beginnt deshalb vor den ersten Beschwerden. Eine niedrigere Lautstärke, Abstand zur Schallquelle, bewusste Ruhephasen und korrekt verwendeter Gehörschutz reduzieren das Risiko, ohne Musik, Handwerk oder Veranstaltungen aus dem Alltag zu verbannen.

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Generationenprojekt Viererfeld/Mittelfeld wird trotz höherer Kosten wie geplant weitergeführt

Die Kosten der Stadt Bern für das Stadtentwicklungsprojekt Viererfeld/Mittelfeld steigen gegenüber der Grobkostenschätzung von 2019 um mindestens 80 Millionen Franken. Hauptgründe sind die PFAS-Belastung des Bodens, damit verbundene zusätzliche Planungsaufwände sowie die aufgelaufene Bauteuerung. Zusätzlich erfolgt eine Korrektur der Planungsmehrwertabgabe um 26 Millionen Franken. Der Gemeinderat lässt deshalb Entscheidungsgrundlagen erarbeiten für den Umgang mit Kosten, die den 2023 von den Stimmberechtigten gesprochenen Kredit übersteigen. Die Kostenentwicklung steht der Weiterarbeit am Generationenprojekt nicht im Weg. Der Baustart mit Beginn der Bodenaufwertung ist weiterhin für Herbst 2027 vorgesehen.

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Thurgau digitalisiert Nutzungsplanverfahren und Baugesuche mit eBau und ePlan-Portale

Im Kanton Thurgau galt im Baubewilligungs- und Einspracheverfahren sowie im Nutzungsplanverfahren bisher der Grundsatz der Schriftlichkeit. Neu können Baugesuche digital abgewickelt werden. Dazu sind verschiedene Anpassungen am Planungs- und Baugesetz und an der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz und zur Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe erforderlich. Diese Änderungen hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau nun in eine externe Vernehmlassung gegeben.

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Wände ohne grossen Umbau gestalten: Farbe, Bilder, Paneele und Textilien

Eine Wand kann die Wirkung eines Raums grundlegend verändern, ohne dass dafür Grundriss, Boden oder feste Einbauten erneuert werden müssen. Farbe beeinflusst Helligkeit und Proportionen, Bilder setzen Blickpunkte, Paneele bringen Struktur und Tiefe, Textilien machen Flächen weicher und können zugleich die Akustik verändern. Entscheidend ist weniger die Menge der Gestaltungsmittel als ihr Zusammenspiel mit Raumgrösse, Tageslicht, Möbeln und vorhandenen Materialien. Gerade bei einer bestehenden Einrichtung lohnt sich ein schrittweises Vorgehen. Zuerst wird geklärt, welche Wand eine stärkere Rolle übernehmen soll und welche Flächen bewusst ruhig bleiben. Danach lassen sich reversible Massnahmen von dauerhaft montierten Lösungen unterscheiden. So entsteht ein Raumkonzept, das sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen und bei veränderten Bedürfnissen später wieder anpassen lässt.

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Gebrauchte Möbel restaurieren: Welche Arbeiten Laien selbst übernehmen können

Ein gebrauchter Holztisch, eine alte Kommode oder ein Flohmarktfund muss wegen Kratzern, stumpfer Oberfläche oder lockeren Beschlägen nicht ersetzt werden. Viele überschaubare Arbeiten lassen sich mit Geduld und geeignetem Werkzeug selbst durchführen. Entscheidend ist jedoch, vor dem ersten Schleifgang zu erkennen, ob lediglich die Oberfläche aufgefrischt werden soll oder ob Konstruktion, Furnier, historische Beschichtung oder Polsterung fachliches Wissen verlangen. Restaurieren bedeutet deshalb nicht automatisch, ein Möbel vollständig abzuschleifen und neu zu lackieren. Bei einfachen Gebrauchsmöbeln darf die optische Veränderung im Vordergrund stehen. Bei Antiquitäten, Designklassikern und Möbeln mit erhaltenswerten Originaloberflächen kann derselbe Eingriff dagegen Wert und Substanz zerstören. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme trennt geeignete DIY-Projekte von Arbeiten für Schreiner, Polsterer oder Restauratoren.

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Massivholz, Furnier oder Holzwerkstoff: Möbelmaterialien richtig beurteilen

Bei Holzmöbeln entscheidet die sichtbare Maserung längst nicht darüber, was tatsächlich unter der Oberfläche steckt. Ein Tisch kann vollständig aus Massivholz bestehen, eine Schrankfront eine dünne Schicht Echtholzfurnier tragen oder eine täuschend echte Holzstruktur auf einer Span- beziehungsweise MDF-Platte zeigen. Keines dieser Prinzipien ist grundsätzlich hochwertig oder minderwertig. Entscheidend sind Konstruktion, Beanspruchung, Oberflächenqualität, Reparierbarkeit und die Frage, ob das Material für die jeweilige Aufgabe sinnvoll eingesetzt wurde. Wer Möbel realistisch beurteilen möchte, sollte deshalb Oberfläche und inneren Aufbau voneinander trennen. Furnier ist echtes Holz, aber keine massive Platte. MDF und Spanplatten sind Holzwerkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Auch ein hochwertiges Möbel kann mehrere Materialien kombinieren: massive Beine, furnierte Fronten, einen Plattenwerkstoff im Korpus und eine dünnere Rückwand. Gerade diese gezielte Materialwahl kann technisch und wirtschaftlich überzeugender sein als der Anspruch, jedes Bauteil massiv auszuführen.

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Kleine Reparaturen im Haushalt: Dübel, Scharniere und Dichtungen instand setzen

Ein lockeres Scharnier, ein tropfender Wasserhahn oder ein Dübel, der sich in der Wand dreht, lässt sich oft mit überschaubarem Aufwand reparieren. Entscheidend ist weniger handwerkliche Kraft als eine saubere Diagnose. Wer Material, Befestigungsart und Schadensursache richtig erkennt, verhindert, dass aus einer kleinen Störung ein beschädigtes Möbel, eine undichte Leitung oder eine unsichere Wandbefestigung wird. Ebenso wichtig ist die Grenze zwischen sinnvoller Eigenleistung und einer Aufgabe für Fachleute. Arbeiten an elektrischen Installationen, Gasleitungen, tragenden Bauteilen und verdeckten Wasserleitungen gehören nicht in ein improvisiertes Heimwerkerprojekt. In Mietwohnungen muss zusätzlich geklärt werden, ob die Reparatur zum kleinen Unterhalt zählt oder Sache der Vermieterschaft ist.

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Kleiderschränke planen: Innenaufteilung, Türen und Beleuchtung passend auswählen

Ein gut geplanter Kleiderschrank macht aus begrenztem Raum verlässlichen Stauraum. Entscheidend sind weder möglichst viele Fächer noch eine eindrucksvolle Front, sondern eine Innenaufteilung, die zum tatsächlichen Bestand und zu den täglichen Abläufen passt. Auch Türen, Licht und Montage müssen früh zusammengedacht werden. Wer vor dem Kauf sorgfältig misst, Kleidung nach Aufbewahrungsart sortiert und Bewegungsflächen berücksichtigt, vermeidet teure Leerzonen und schlecht erreichbare Ecken. Der folgende Überblick zeigt, wie aus Korpus, Ausstattung und Front ein Schrank entsteht, der auch nach Jahren noch praktisch bleibt.

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Werkzeuge für die Gartenpflege: Welche Grundausstattung wirklich sinnvoll ist

Eine gute Gartenausstattung muss weder riesig noch teuer sein. Für die meisten Arbeiten im Hausgarten genügt eine überschaubare Auswahl aus Gartenschere, Spaten, Grabegabel, Rechen, Hacke, Pflanzkelle und einigen sorgfältig gewählten Ergänzungen. Entscheidend ist weniger die Zahl der Geräte als ihre Eignung für die tatsächlich anfallenden Aufgaben. Ein scharfes, ergonomisches und reparierbares Werkzeug wird regelmässig benutzt; ein Spezialgerät ohne konkreten Zweck nimmt dagegen vor allem Platz im Schuppen ein. Die sinnvollste Grundausstattung entsteht deshalb aus den Arbeiten im eigenen Garten. Gemüsebeete stellen andere Anforderungen als grosse Rasenflächen, Obstbäume oder dicht bepflanzte Staudenrabatten. Auch Grundstücksgrösse, Bodenart und körperliche Voraussetzungen spielen eine Rolle. Handwerkzeuge sollten zuerst die wiederkehrenden Aufgaben abdecken. Motorisierte und akkubetriebene Geräte kommen erst hinzu, wenn sie tatsächlich Zeit oder Kraft sparen.

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Gärtnern am Hang: Terrassierung, sichere Wege und passende Pflanzen

Ein Garten am Hang bietet Ausblicke, räumliche Tiefe und Möglichkeiten, die auf einem ebenen Grundstück kaum entstehen. Gleichzeitig fordert das Gefälle eine sorgfältige Planung: Regenwasser fliesst schneller ab, Boden kann abgeschwemmt werden, Wege werden bei Nässe anspruchsvoll und Höhenunterschiede erschweren Pflege und Transport. Wer das Gelände deshalb zuerst liest und erst danach gestaltet, kann aus einer vermeintlich schwierigen Böschung einen vielseitigen Garten mit Terrassen, sicheren Verbindungen und standortgerechter Bepflanzung entwickeln. Entscheidend ist die Balance zwischen Eingriff und Bestand. Nicht jeder Hang muss vollständig mit Mauern abgefangen und in horizontale Ebenen zerlegt werden. Häufig funktioniert eine Kombination besser: intensiv genutzte Bereiche werden terrassiert, natürliche Böschungen bleiben dort erhalten, wo sie stabil und sinnvoll bepflanzbar sind. Wasserführung, Untergrund, Zugänglichkeit und Pflanzenwahl gehören dabei von Anfang an zusammen.

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Alte Bauernhäuser lesen lernen: Konstruktion, Raumordnung & regionale Merkmale erkennen

Ein altes Bauernhaus erzählt seine Geschichte nicht nur über Jahreszahlen, Inschriften oder dekorative Details. Tragwerk, Dachform, Raumfolge, Fenster, Materialien und selbst unscheinbare Niveauunterschiede zeigen, wie Menschen dort wohnten und arbeiteten. Wer solche Gebäude verstehen will, sollte deshalb zuerst beobachten, wie Konstruktion und Nutzung zusammengehören – und erst danach einzelne Bauteile einer Epoche oder einem regionalen Haustyp zuordnen. Die Vielfalt ländlicher Architektur in der Schweiz ist gross. Das Freilichtmuseum Ballenberg dokumentiert über 100 ländliche Bauten aus verschiedenen Regionen; die wissenschaftliche Reihe „Die Bauernhäuser der Schweiz“ wurde 2019 nach insgesamt 39 Publikationen abgeschlossen. Sie zeigt, dass Bauernhäuser keine einheitliche Architektur bilden, sondern aus Klima, Landwirtschaft, verfügbaren Materialien, Besitzverhältnissen und handwerklichen Traditionen entstanden sind. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

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Vom Industriegebäude zum Wohnraum: Chancen und Grenzen einer Umnutzung

Alte Fabriken, Werkhallen und Lagerhäuser besitzen Qualitäten, die im konventionellen Wohnungsbau selten geworden sind: grosse Raumhöhen, robuste Tragwerke, weit gespannte Hallen, markante Fassaden und Fensterformate, die von einer früheren industriellen Nutzung erzählen. Wird ein solches Gebäude zu Wohnraum umgenutzt, kann daraus weit mehr als ein klassisches Loft entstehen. Gleichzeitig verlangt der Wechsel von Produktion zu Wohnen tiefgreifende Abklärungen bei Baurecht, Tragwerk, Altlasten, Brandschutz, Energie, Schallschutz und Tageslicht. Die Umnutzung bestehender Industrieareale passt grundsätzlich zur Schweizer Strategie der Siedlungsentwicklung nach innen. Zwischen 2018 und 2022 entfielen laut Bundesamt für Raumentwicklung 59 Prozent der Baubewilligungen im Wohnungsbau auf bereits bebaute Parzellen; ausdrücklich genannt werden dabei auch ehemalige Industrieareale. Ob eine konkrete Fabrik tatsächlich für Wohnungen geeignet ist, entscheidet sich jedoch nicht an ihrer atmosphärischen Wirkung, sondern an Lage, Gebäudestruktur, zulässiger Nutzung und technischem Zustand.

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Traditionelle Handwerkstechniken: Warum altes Fachwissen Restaurierungen bis heute prägt

Historische Gebäude lassen sich nicht mit beliebigen Standardlösungen reparieren. Ihre Mauern, Holzkonstruktionen, Putze und Metallteile folgen Materialregeln, die sich oft über Jahrhunderte bewährt haben. Traditionelle Handwerkstechniken helfen, diese Bauteile zu verstehen, Schäden gezielt zu beheben und möglichst viel originale Substanz zu bewahren. Altes Fachwissen steht dabei nicht im Gegensatz zu moderner Forschung. Materialanalysen, digitale Aufnahmen und bauphysikalische Berechnungen liefern wichtige Grundlagen, doch die fachgerechte Ausführung bleibt Handarbeit. Erst das Zusammenspiel von Befund, Planung und handwerklicher Erfahrung führt zu einer Restaurierung, die technisch funktioniert und die Geschichte des Bauwerks lesbar hält.

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Historische Farbfassungen entdecken: Was restauratorische Untersuchungen verraten

Unter einem scheinbar unspektakulären weissen Anstrich können Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte Gestaltungsgeschichte verborgen liegen. Restauratorische Untersuchungen machen solche historischen Farbfassungen wieder lesbar. Kleine Sondierungen, Treppenschnitte, mikroskopische Querschliffe und gezielte Materialanalysen zeigen, welche Farben, Putze, Lasuren oder dekorativen Techniken früher vorhanden waren. Ziel ist dabei nicht, möglichst rasch die älteste Schicht freizulegen, sondern die verschiedenen Gestaltungsphasen eines Gebäudes zu verstehen und ihre Bedeutung für eine kommende Restaurierung einzuordnen. Farbbefunde können bisher unbekannte Umbauten sichtbar machen, historische Fotografien bestätigen oder vermeintlich sichere Annahmen korrigieren. Besonders vor Renovationen sind solche Erkenntnisse wertvoll: Wird eine Wand abgeschliffen, ein Türblatt abgelaugt oder alter Putz entfernt, können unwiederbringliche Informationen verschwinden. Eine restauratorische Voruntersuchung schafft deshalb die Grundlage für Entscheidungen darüber, welche Schichten erhalten, konserviert, überfasst, rekonstruiert oder bewusst sichtbar gemacht werden.

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Historische Dächer bewahren: Ziegel, Schindeln und traditionelle Dachformen erhalten

Historische Dächer sind weit mehr als eine schützende Haube. Ihre Silhouette prägt Strassen, Plätze und ganze Ortsbilder, während Ziegel, Schindeln, Dachstühle und handwerkliche Details von regionalen Baustoffen und vergangenen Lebensweisen erzählen. Eine sorgfältige Sanierung bewahrt diese Spuren, ohne heutige Anforderungen an Dichtigkeit, Sicherheit und Energieverbrauch auszublenden. Ob ein Dach repariert, umgedeckt oder in Teilen erneuert werden muss, lässt sich deshalb nicht allein am Alter ablesen. Entscheidend sind der tatsächliche Zustand, der Schutzstatus des Gebäudes und das Zusammenspiel sämtlicher Schichten. Wer zuerst untersucht und erst danach plant, kann oft mehr Originalmaterial erhalten, unnötige Kosten vermeiden und eine Dachlandschaft vor gestalterischen Brüchen schützen.

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Historische Gärten als Kulturgut: Pflanzen, Pflege und Raumstrukturen dauerhaft erhalten

Historische Gärten bestehen aus lebendem und gebautem Kulturgut. Bäume wachsen, Hecken verändern ihre Konturen, Wege werden schmaler und Sichtachsen verschwinden. Eine sorgfältige Gartendenkmalpflege versucht deshalb nicht, einen früheren Zustand einzufrieren. Sie erhält die überlieferte Gestaltungsidee und führt den Garten so weiter, dass seine räumlichen, pflanzlichen und baulichen Qualitäten lesbar bleiben. Ob Schlosspark, Villengarten, Friedhof, Allee oder bäuerlicher Nutzgarten: Jede Anlage verlangt eine eigene Strategie. Historische Pläne und Fotografien liefern wichtige Hinweise, reichen als Grundlage jedoch nicht aus. Ebenso entscheidend sind der heutige Bestand, die Entwicklung der Pflanzen, neue Nutzungen sowie die Folgen von Hitze, Trockenheit und Starkregen.

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